Dienstag, 11. September 2012

Honorarkonsul der BRD besucht die Hsfl und 2.Liga Fußballspiel

Samstag, 08.09.2012

Heute morgen um 11:00 Uhr bekommen wir hohen Besuch: Der Honorarkonsul der BRD in Thailand, Herr Dirk Naumann, besucht die Schule. Er verfolgt die Entwicklung dieses Projektes schon von Beginn an mit großem Interesse und besucht die Schule heute nicht zum ersten Mal. 
v.links: J. Jaronnatee, D.Naumann, P.Jittiteeranant, S. Krawkeo


Weil ein Honorarkonsul nicht alle Tage in unsere Schule kommt, sind wir alle natürlich gespannt und aufgeregt. Und als Herr Naumann dann endlich ins Office tritt, wird er von unsere Projektleiterin, Dr. Jarumon Jaronnatee, dem Schuldirektor, Pramote Jittiteeranant, und dem Pädagogischen Leiter, Sommart Krawkeo, herzlich begrüßt. Ich werde ihm vorgestellt und schnell sind die Berührungsängste verschwunden und wir plaudern  -dann in englisch, damit jeder mithören kann-  munter drauf los.                  


Vor dem Rundgang auf dem Campus, insbesondere dem Besuch des neuen Schulgebäudes, begrüßt Herr Naumnn die Mädchen im  DORME 4, einem der großen Wohnhäuser unterhalb des Office. 

Da gerade Lunch-Zeit ist, schauen wir auch in der Kantine vorbei, wo die Mädchen und Jungen den Besuch neugierig beobachten. 
Herr Naumann lebt schon seit über 30 Jahren in Thailand und spricht Thai so gut, dass er mit den Kindern sprechen und scherzen kann.  


Die Kinder sind immer neugierig, wenn Besuch da ist und scheuen sich nicht, die üblichen Fragen nach dem Namen und dem Alter zu stellen. Lachend beantwortet Herr Naumann die Fragen und will natürlich dann auch seinerseits von ihnen etwas wissen. 

Er scherzt mit den Kindern, die schnell ihre  Berührungsängste überwinden und sogar aufstehen und ihn anfassen. 


Viel Zeit für ein Gespräch bleibt leider nicht, denn es steht für ihn noch einiges auf dem Programm. Der Besuch  des neuen Schulgebäudes ist ihm sehr wichtig und so machen wir uns auf den Weg. 

Er schaut sich das Gebäude genau an und fachsimpelt mit Sommart über den Einbau und die Kosten für die  Türen in diesem Gebäude. 


Dieses Kunstwerk finden wir in einem Klassenraum vor. Wir erfahren, dass es eine erste Übung für den Kunsthandwerker-Wettbewerb ist, der am 17. und 18. September in der Provinz-Hauptstadt PhangNga statt finden wird. Die Kinder dieser Jahrgangsstufe werden mit ihren gefertigten Kunstwerken daran teilnehmen.  







Diese Pyramide besteht nur aus Blumenblättern und Blüten. 

Nun wird es auch Zeit für uns, ins  Restaurant zu gehen, wo für uns eingedeckt ist. Ich sitze neben Herrn Naumann, der mir erzählt, dass er Aachen und auch Stolberg kennt, da er mit der Firma Grünental und der Familie Wirtz vor vielen Jahren beruflich zu tun hatte. 







Herr Naumann   begrüßt DAM und  EIAD, die direkt zum Restaurant gekommen sind.    






Herr Naumann informiert sich bei JJ , was es so Neues gibt.
Wenig später verabschiedet er sich mit dem Versprechen, bald wieder zu kommen und dann auch seine Frau mit zu bringen. 

Dieser Tag ist aber noch nicht vorbei: Es gibt noch ein Highlight am Abend. Wir fahren zu einem Fußballspiel nach PhangNga. 

ich habe es erst bei der Ankunft im Stadion richtig kapiert. Es spielen heute Abend keine Schulmannschaften gegeneinander, sondern richtig 2.Liga Thailand steht auf dem Programm. 

Da fahre ich als Fußball-Muffel doch tatsächlich zu einem Fußballspiel, nicht zu fassen. Doch meine Devise hier ist, alles zu erleben und zu erfahren, was hier passiert, auch wenn es ein Fußballspiel ist. Und ich weiß zum jetzigen Zeitpunkt, dass dieser Besuch auch eine schöne Erfahrung ist, die ich nicht missen möchte. 

Und ich denke, dass es auch für die Kinder der Hsfl ein Ereignis ist, das sie nicht jeden Tag miterleben dürfen. Die Hsfl hat auch keine Kosten und Mühen gescheut, den Kindern diesen Event so komfortabel wie möglich zu gestalten.                                                                                                            

Doch erst einmal heißt es sich sammeln und aufstellen. Ich denke, dass die Kinder ein paar Verhaltenshinweise erhalten, damit  bei der Ankunft auch alles klappt und kein Kind verloren geht. Um das zu verhindern, tragen die kleineren Kinder heute die Sportsachen mit der Aufschrift der Schule auf dem Rücken ( noch aus Beluga-Zeiten).

Immer wenn eine Kamera in Sicht ist, werden Faxen gemacht. Ich muss doch jetzt mal nachfragen, was die gespreizten Finger bedeuten. Mir ist aufgefallen, dass es auch die älteren Mädchen machen.

Gegen 15:30 Uhr fahren zwei große Reisebusse vor, total bunt, außen wie innen. Nicht nur ausreichend Wasser  für die Kinder wird verladen, sondern auch Essenspakete für das Dinner.   
An der Decke in den Bussen hängen jede Menge Ventilatoren. Trotzdem ist es unangenehm warm im Inneren. 
Dann stelle ich fest, dass die geteilten Fenster im unteren Bereich geöffnet sind und frischer Fahrtwind in den Bus gepustet wird. Und dann geht es los: Auf einem Monitor erscheint der erste Videoclip und alle im Bus singen mit. Auf dem Monitor erscheint der Text einmal in Lautschrift und einmal in Thai. So kann man auch Thai lernen! Ich versuche abzulesen und mit zu singen. Manchmal klappt es und manchmal bleibe ich aber auf der Strecke, weil ich  natürlich im Schneckentempo lese. Macht aber nichts, ich habe trotzdem Spaß und verfolge das Gekreische der Teenager im Bus, das auch nicht anders ist als bei uns, wenn irgendwelche Teeniestars auftreten. 

Mir fällt auf, dass die Sängerinnen und Sänger in den Videoclips wahnsinnig jung aussehen. Für mein Empfinden sind das noch halbe Kinder. 

Die Fahrt in die Provinzhauptstadt führt ins Landesinnere. Wir kommen an riesigen Kokos-Plantagen vorbei und passieren eine grüne üppig bewachsene Landschaft, die von Bergen umgeben ist. 


Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichen wir 
das Stadion von PhangNga. 
                                                                           
Jetzt ahne ich es: Hier wird kein Spiel im Rahmen eines Schulwettbewerbs stattfinden, sondern auf dem Niveau einer Art Bundesliga. 
Phangnga FC gegen SATUN, einer Mannschaft aus der Provinz SATUN, die auch zu Südthailand gehört. Die Provinz SATUN liegt im äußersten Süden von Thailand und grenzt an Malaysia. Die Jungs vom Team SATUN hatten eine ganz schön lange Anfahrt wie ich jetzt auf der Karte sehen kann. Nun kann ich nachvollziehen, dass sich relativ wenig Fans auf den Weg gemacht haben, um ihrer Mannschaft heute und hier beizustehen.   

Das Stadion ist von Bergen umgeben und liegt  -wie es scheint-  in einem Tal. 









Auf dem Parkplatz heißt es erst einmal warten, denn wir werden von dem Manager unseres Teams begrüßt und zur Tribüne zu den Plätzen geführt. Also Kinder, aufgestellt, aufschließen und der Reihe nach ins Stadion abmarschieren. 




Ich halte natürlich für "meine" Mannschaft aus der Provinz, in der ich für die nächsten 11 Monate leben werde: PHANGNGA FC, das sind die Jungs in Rot und weiß.

Und ihr werdet es nicht glauben: In beiden Mannschaften spielen "Söldner" aus Ghana, Rumänien, Südafrika und der Karibik. Sommart sagt mir dazu, dass diese Spieler über Agenturen vermittelt werden und aus diesen Ländern, gerade Afrika, viel billiger sind als z.B. Europa. 


In der VIP Lounge wird per Lautsprecher unter anderem ein Mitglied des thail. Parlaments begrüßt (lrechts). Wer der Jüngere von den Männern  ist, weiß ich nicht.  

Als Sommart später eintrifft, werde ich in die Lounge eingeladen und auch dem Parlamentsmitglied vorgestellt. 

Das Stadion füllt sich und die Stimmung steigt. 
Die Spieler beider Mannschaft sammeln sich auf dem Platz und beginnen mit dem aufwärmen. Da sehe ich doch tatsächlich einen Europäer in der heimischen Mannschaft. Später treffe ich ihn an der Treppe und frage ihn nach seiner Nationalität: Er kommt aus Rumänien und spielt für PHANGNGA. 


Das ist ein Spieler aus Ghana
Die Kinder der Hsfl
Fans von PhangNga


Endlich beginnt das Spiel:
links wir, rechts Satun


Die erste Halbzeit verläuft richtig langweilig. Unsere Mannschaft kommt nicht so richtig in Schwung. Nach meinem Gefühl haben die Jungs heute nicht so richtig Lust, ein Spiel zu machen. Und die Abwehr von SATUN ist richtig stark, da gibt es kein Durchkommen.
Und dann fällt auch noch ein Tor für SATUN, aber ein richtig blödes Tor: Da traue  ich mich als Laie zu sagen, dass es ein Fehler unseres Torwarts ist, der viel zu weit aus seinem Tor auf das Spielfeld gegangen ist. 

Ja, und dann kam, was kommen musste: Ein Spieler von SATUN ist durchgebrochen und hat mal eben den  Ball ins Tor gelüpft. ( so heißt das doch, oder) So richtig geeiert!  
Der Beifall war verhalten, denn es gab ja wenig Fans hier im Stadion für SATUN. Aber der  Politiker neben uns stellte sich als SATUN-Fan heraus. Ganz dezent bejubelte er das Tor seiner Mannschaft.  Ja, und mit diesem Vorsprung der gegnerischen Mannschaft ging es in die Halbzeit. Und da muss es mächtig gekracht haben zwischen dem Trainer und seinen Jungs. Denn in der 2. Halbzeit waren die Jungs wie ausgewechselt. 
Jetzt kam Tempo auf und es häuften sich die Torgelegenheiten. Und dann war es soweit: 1:1  und wenig später 2:1. Das Stadion jubelte und auch wir, Boom, Sommart und ich in der VIP Lounge , Hurra!! 
Doch wenig später hat wohl ein Spieler vom PHANGNGA FC die sportliche Fairness vergessen und einen Elfmeter verursacht. Peng, der Ball saß und zwar mittendrin im Tor:
2:2  !! So ein Mist!  Hoffentlich behalten die Jungs in rot-Weiß die Nerven. Und sie zeigten Nerven, denn kurz vor Ende schoss einer noch das Sieger-Tor: 3.2 für uns!!!
Der Jubel war groß und die Jungs total k.o. auf dem Platz. Ich glaube, da hätte ein Harem voller schöner Girls vorbei kommen können, da hätte sich nichts mehr geregt. Die sahen so fertig aus trotz des Sieges, dass man hätte annehmen können, dass sie die Verlierer sind. 

Das war ein toller aufregender Samstag und wir sind erst gegen 21:30 Uhr wieder zurück in der Hsfl. Und das Wetter hat gehalten, es gab keinen Regen. 





Samstag, 8. September 2012

Das Volontär-Programm startet

Dienstag, 04.09.2012

Wir sind alle aufgeregt, denn heute soll Roberta ankommen, unsere erste Volontärin. 
Ich bin mit PRAMOTE zum Airport gefahren, um sie abzuholen. Und dann war es soweit: Ankunft 18:45 Uhr und der Flieger war auch pünktlich. Viele Menschen strömten aus der Exit-Tür ins Freie. Wo blieb nur Roberta? Und dann öffnete sich die automatische Tür, die von einem Polizisten bewacht  wurde und ich sah sie, das musste sie sein. Roberta war auch nicht zu übersehen, denn mit ihren 1.85 m ragte diese schlanke blonde junge Frau über die Ankommenden hinaus. Erst Begrüßung dann ab ins Auto in die Kühle der Aircondition. PRAMOTE fuhr uns dann in THANOON SEAFOOD Restaurant, ein Restaurant am Strand, Füße im Sand, Wellenrauschen, viel sehen konnten wir nicht, denn es war mittlerweile dunkel geworden.  Wir befanden uns noch auf der Insel Phuket, die durch die SARASIN Brücke 
mit dem Festland verbunden ist. 
Gegen 21.30 Uhr lieferte uns PRAMOTE in der Hanseatic ab. Gute Nacht Roberta, bis morgen früh. 

Mittwoch, 05.09.2012

Roberta und ich haben heute morgen in meinem Bungalow gefrühstückt, weil für sie Ausschlafen angesagt war. Denn ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob man nach 8 Uhr in der Kantine noch frühstücken kann. 

Wie das so ist in Thailand ist, hat ein vorgefertigter Plan seine Tücken, nämlich dann, wenn sich die äußeren Umstände ändern. Dann heißt es flexibel sein und eben umplanen. Warum sollte das am heutigen Tag anders sein?  Unsere erste Volontärin sollte heute alles kennen lernen und morgen, am ORIENTATION DAY , weiter in die Abläufe hier in der Hsfl eintauchen. Am heutigen Scout day konnte Roberta die Mädchen und Jungen auf dem Sportplatz bei ihren Übungen beobachten und die Lehrer kennen lernen. WONG hat sie begleitet. 
Viele Eindrücke prasseln auf unsere erste Volontärin ein und wir wollen ihr Zeit geben, alles zu verarbeiten. 

Donnerstag, 06.09.2012

Am heutigen Tag soll Roberta Einblick in die einzelnen Abteilungen hier in der Hsfl nehmen.  Dazu gehört, sich mit dem Tagesablauf vertraut zu machen sowie die Menschen  und ihre Arbeit kennen zu lernen. Die erste Station war das family department mit seiner Zuständigkeit für die Kinderwohnhäuser und den Schulbetrieb.
Danach standen housekeeping und laundry auf dem Programm, was sich aber als kurzer Besuch gestaltete, denn dort war niemand anzutreffen. ( obwohl der Zeitplan auch dort vorlag) So ist das nun mal in Thailand. Es kommt immer anders als man denkt. Macht nichts, es gibt ja noch die Küche: Ein Schwätzchen, Vorstellung und nach Plan wird Roberta nach dem Lunch hier hospitierten.  Nach dem Lunch in der Küche:





























Tapfere Roberta, sie hat nicht so wahnsinnig gerne Fisch und pult nun winzig kleine Fische, die für einen Dip am Abend vorbereitet werden müssen.

Ich glaube, die Ladies hatten viel Spaß zusammen.



Den weiteren Nachmittag nutzten wir, um den Vorgarten an Haus Nr. 15 und auch Nr. 14 mal auf Vordermann zu bringen.  Es ist allerdings sehr schwierig, handwerklich zu arbeiten, wenn man nicht das passende Werkzeug dazu hat.  Herr NOI von der organic farm hat uns eine alte Gartenschere geliehen, die aber leider sehr stumpf war. O.k. dachte ich mir, das ist ein Grund, nach Thai Muang zu fahren, um mal wieder einzukaufen.    
                              

hier ist ein Schnitt angesagt

leere Töpfe sollten bepflanzt werden

























Wenn alles fertig ist, werde ich natürlich auch das "NACHHER" zeigen. 



Freitag, 07.09.2012

8 Uhr staff meeting. Unsere Chefin JJ stellt  Roberta den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor. Und Roberta hält auch eine kleine Rede und stellt sich mit eigenen Worten vor.


 


















Dienstag, 4. September 2012

AUFHÜBSCHEN macht Spaß


Montag, 03.09.2012

Jetzt habe ich mir extra Gummistiefel gekauft, um für den nächsten Regenguss gewappnet zu sein. Und dazu noch einen großen blauen Regenschirm. Und was ist jetzt??  Seit 2 Tagen kein Regen!! Vielleicht hätte ich mir diese zwei Dinge schon am 2.Tag kaufen sollen. Na, wie dem auch sei, ich bin jedenfalls gerüstet und SOMMART meint, dass die Regenzeit auch noch nicht vorbei ist.

Das erste Zimmer ist heute fertig geworden und es schaut richtig freundlich aus. Ich habe es „Flower-Room“ getauft, während das andere Zimmer „Butterly-Room“ heißen wird.                              

Alle im Office sind heute schwer beschäftigt. Es müssen wohl Berichte oder ähnliches für die Geschäftsführung in Hamburg gefertigt werden. Manchmal helfe ich mit Erklärungen oder Übersetzungen aus. Außerdem gibt es auch google-translate. Die thailändischen Worte oder Sätze sehen wie kleine Zeichnungen aus.
Ansonsten ist heute nichts Aufregendes passiert. Ich habe ein bisschen im Internet gestöbert, um Vorlagen für die vielen T-Shirts zu suchen, die in meiner Zimmerecke auf die Aufhübschung warten. Ilse, das ist wieder ein Wort für Dich! 


Wenn ich diesen Beitrag morgen früh im Office einstelle, liegt ihr alle noch im tiefsten Schlaf. Ich wünsche euch deshalb jetzt schon einen  GUTEN MORGEN und einen schönen Arbeitstag! 

Sonntag, 2. September 2012

....ein bisschen Spaß muss sein.......


Samstag, 01.09.2012

Gegen Abend wurde es noch einmal richtig lustig.
Ich habe ja schon erwähnt, dass die Küche in den Vormittagsstunden verwaist war und ich schon - verfressen wie ich bin-  die Befürchtung hatte, es gibt heute kein Mittagsessen. Natürlich gab es ein Mittagsessen, aber es wurde von einer der „Hausmütter“ aus dem „family department“ zubereitet. Und so war es denn auch am Abend.
Vor lauter Langeweile habe ich mich ein bisschen auf dem Gelände herumgetrieben und mal hier und mal dort geschnüffelt. Aber da gab es nix zu sehen und auch nicht zu hören. Es war so was von still auf dem Gelände, dass es schon fast unheimlich war.

Der Rohbau vom  „mushroom house“ sieht interessant aus. Alles aus Bambus zusammen gesetzt. Das Dach wird mit Matten gedeckt, die -soweit ich das sehen konnte- aus Blättern (Palmen??) geflochten sind, gedeckt. 

Ich glaube, dass in dem Gerüst keine einzige Schraube oder ein Nagel verwendet wurde. die Rohre werden aneinander gebunden. Das ist geschickte Handarbeit, das will ich meinen. 






Ich schlendere weiter und je näher ich der Schulkantine kam, umso deutlicher hörte ich dann das Lachen und Rufen von Kinderstimmen. Gott sei dank , es gibt noch anderes Leben hier als meines!!  Mein Gefühl der Einsamkeit verfliegt und ich mische mich sozusagen unters Volk. Zusammen mit den älteren Mädchen bereitet die Mentorin  ( so wird sie hier genannt)  das Abendessen vor. 


Alles frisch geschnippelt: Kohl, super lange grüne Bohnen, die sind bestimmt 5 Mal so lang wie bei uns ! 


Alles ab in den großen Wok und mit zwei großen Schaufeln wird alles gewendet.







Viele Kinder wuselten während der Vorbereitungen in der Küche und der Umgebung herum. Entweder haben sie Hunger oder sie haben einfach nur Langeweile und wollen unter Menschen sein, so wie ich, dachte ich mir.

Und so allmählich kamen wir uns näher. Als ich einem kleinen Mädchen die Kamera in die Hand gegeben habe, gab es kein Halten mehr. Da wurde geknipst, was nicht schnell genug weg kam.

Hier habe ich mal die schönsten Spots eingestellt.
                                                                
 
 
 

 

Beim anschließenden Abendessen saß ich mit den kleinen Mädchen zusammen und auch ein Junge traute sich schließlich doch noch, zu uns an den Tisch zu kommen.
Auch ohne Sprache hatten wir viel Spaß.

Sonntag, 02.09.2012

Hilfe, ich habe keine Früchte mehr für mein Frühstück. Das habe ich doch total vergessen, als ich in Thaimuang war. Die Küche ist bestimmt schon zu bzw. alles aufgegessen, denn es ist schon bald 08:30 Uhr. Da finde ich doch noch tatsächlich  eine Fertigsuppe bei mir, die ich mir mal für den Notfall gekauft habe. Das ist jetzt ein Notfall, bestimme ich. Und mit einem Schuss heißem Wasser ist sie auch genießbar. Und wie ich hier so sitze und meine Suppe schlürfe und dazu einen Nescafe trinke ( so richtig dolle schmeckt das nicht zusammen) , sehe ich meinen Nachbarn vor mir, der huckepack sein Kind  -oder ist es seine Frau?-  trägt. 
Die Spannung steigt…….- wen meint sie denn? Die anderen Bungalows sind doch gar nicht bewohnt!     
Hier kommt die Aufklärung, siehe Bild:   Es ist Familie FROSCH, die auf meiner Terrasse in einem großen Steingut-Gefäß lebt.                            


Tagsüber sind sie recht erträglich, aber mit Beginn der Dämmerung ist ihr lautstarkes Quaken nicht zu überhören. Und da von diesen Bottichen jede Menge auf dem Gelände herum stehen, könnt ihr euch vorstellen, wie diese intensive Kommunikation zwischen den Bewohnern dieser Heimstätten über den Campus schallt.






Ach, das wollte ich ja auch noch erzählen. Ich habe einige Kerne meiner ersten Wassermelone getrocknet und dann ausgesät. Es hat geklappt! Die ersten Keimlinge sind schon geschlüpft.  BILD
Ob wir wohl irgend wann einmal die ersten selbst gezogenen Melonen essen können????
Ich werde berichten. 

Samstag, 1. September 2012

Blue Moon

Donnerstag, 30.08.2012


Heute ist Waschtag! In den Wochen, die ich jetzt hier bin, hat sich einiges an Schmutzwäsche angesammelt. Also packe ich meinen Beutel und trage ihn zur Laundry. Das ist ein Waschhaus, das am Rande des Dorfes steht. Ihr müsst euch eine  große offene Scheune bei uns auf dem Lande vorstellen, so sieht die Laundry aus. Alles offen, damit der Wind durchsausen und die Kleidung trocknen kann. 
In der Laundry arbeiten zwei Frauen; die jüngere hat eine unglaublich süsse Tochter NAM TING, die noch Windeln trägt und gerade mal laufen kann. Die Kleine hat die Haare in kleinen Rattenschwänzchen vom Kopf stehen. Und wenn sie mich mit ihren dunklen Kulleraugen anguckt, wird mir ganz warm ums Herz.   
Aber wenn ich mich ihr nähere, weicht sie ängstlich zurück und sucht den Schutz der Mama.


 Hier schaut man direkt in das Haus hinein. Ältere von den beiden Frauen sitzt meist auf der Treppenstufe und hängt entweder die nassen Teile auf die Bügel oder legt die trockene Wäsche zusammen. Ich habe meine Slips z.B. in kleinen Päckchen zurück bekommen, die sahen so niedlich aus, dass ich sie gar nicht wieder auseinander nehmen wollte.





Das ist jetzt links von der Mitarbeiterin. Die Waschmaschinen stehen im oberen Bereich.
Weiter unten stehen drei große Bottiche an der Wand, in der die Wäsche gespült wird.
Geschleudert wird sie noch einmal in der Schleuder ganz vorne.


Das Trocknen in der Regenzeit ist gar nicht so einfach. Die Bügel werden unter das Dach gehängt und so kann der Wind die Teile trocknen. Manchmal klappt es aber nicht so schnell und dann fällt auch schon mal z.B. der Scout day am Mittwoch aus, weil die Uniformen nicht trocken geworden sind.

Heute ist aber ein trockener Tag und so kann die Wäsche auch draußen hängen.
Ihr könnt euch vorstellen, dass 135 Kinder reichlich Schmutzwäsche produzieren und so viele Teile wird ein jedes Kind nicht haben. Das bedeutet, dass die Frauen jeden Tag reichlich zu tun haben.
Und jetzt kommt noch meine Wäsche dazu.





Freitag, 31.08.2012
Heute morgen habe ich Nachdruck meine Fahrt nach Thai Muang angemeldet. Gegen 10:30 h sind wir gefahren, JUM, WONG und natürlich der Fahrer PRAMOTE. Zuerst musste der Strom beim Stromversorger bezahlt werden. Hier wird nicht vom Konto abgebucht, sondern die Leute suchen das Büro ihres örtlichen Stromversorgers auf und zahlen da die Rechnung.
Dann Supermarkt und schließlich diverse Shops aufgesucht. Ich habe mir ein paar Gummistiefel gekauft. Mit dem Ergebnis, dass es seit drei Tagen nicht mehr geregnet hat. Aber hier sagen alle, dass der Regen jeden Tag wieder kommen kann. Na, soll er kommen, ich bin gerüstet mit Stiefeln und sogar einem Regenschirm, den ich mir habe mitbringen lassen. Da die Schirme, die hier zur Verfügung stehen,  alle gleich aussehen, sind sie alle auch immer unterwegs, wenn ich einen brauche. also habe ich jetzt meinen eigenen, und da er eine andere Farbe hat, traut sich niemand, ihn einfach zu nehmen. Hoffe ich jedenfalls.
Das sind übrigens die kleinen Öfchen, von denen ich schon geschrieben habe.

Heute ist auch die Nacht des BLUE MOON, hat mir Wong erzählt. Damit ist eine Besonderheit gemeint, denn in diesem Monat gibt es zweimal einen vollen Mond. Als ich heute Abend  kurz nach 18:30 Uhr aus der Tür guckte, sah ich ihn, den blauen Mond. Er heißt aber sicher nur so, weil es noch nicht dunkel und der Himmel noch blau war. Es sah wirklich wunderschön aus. Ich habe versucht, diese Szene im Bild festzuhalten, aber sehr selbst, das sind die besten Fotos von bestimmt einem Dutzend, die ich gemacht habe.  
 



Gute Nacht , Blue Moon!


Samstag, 01.09.2012
Ausschlafen, alles ruhig draußen, kein Kinderlärm. was ist das, keiner zu Hause????
Die Küche ist menschenleer. Ein einsamer Topf mit Reis steht auf der Anrichte. Zwei Jungen nehmen sich etwas. Gibt es heute überhaupt was zu essen???
Ich sitze in einem der Zimmer  im Thai-Haus und schreibe den Block. Die Thai -Häuser sind viel angenehmer, immer geht ein bisschen Wind. Wenn das Zimmer richtig fertig ist, Montag morgen, Bett gemacht und so, dann stelle ich ein Foto ein.
Heute wird es ein fauler Tag. Tsch


Donnerstag, 30. August 2012

Dies und das


Montag, 27.08.2012
Dieser Tag hat wie die anderen Tage davor begonnen –richtig, mit Regen!! Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich schreiben kann, dass die Sonne scheint!! Es gibt aber mittlerweile auch einen Vorteil: es ist dafür kühler, auch nachts. Die Aircon läuft nur ab und zu.
Vormittags habe ich endlich die Englischen Versionen der Unterlagen fertig gehabt, die die Volontäre bekommen sollen: Hausordnung, Infoblatt und einen Feedback-Bogen. Nach dem Lunch habe ich im Haus weiter gewerkelt und sauber gemacht. Es wird ein wirklich schönes Zimmer, da bin ich mir sicher. Und es gibt dort auch W-Lan. 
Allerdings ist der Waschraum noch nicht fertig und andere Kleinigkeiten stehen auch noch an. 
Das maintenance team hat aber heute auf dem Campus alle Hände voll zu tun, denn einige Rohre sind verstopft und müssen gereinigt werden. Sie fassen das Regenwasser nicht mehr.
Das geht vor, das sehe ich ein.

Dienstag, 28.08.2012 
Ich habe heute morgen im Office nur  kurz meine Mails gecheckt und bin dann rüber in das Haus. Ich muss sagen, heute ging es richtig zur Sache. Die Jungs haben aus dem 2. Zimmer in dem Haus die Matratzen und die Betten in ein anderes Haus geschleppt. Bei einem Schrank hat schließlich nur rohe Gewalt geholfen, um ihn aus dem Haus zu kriegen. Der Schrank blieb im Durchgang zur Treppe stecken und da half nur der Hammer! Ich frage mich, wie dieses Ungetüm hinein gekommen ist. Ja, ja, Herr Ikea….. drinnen zusammen gebaut! ANN hat mir geholfen, die 80 Fensterscheibchen zu putzen. 
Also das Team maintenance  hat richtig geackert, sogar der Boden im Waschraum und im  Toilettenraum wurde neu verfugt. Schließlich sollen sich die volunteers hier wohlfühlen.  Sonst gab es nichts an diesem Tag. Im Moment habe ich auch so gar kein Auge für die Dinge, die um mich herum passieren. 
Ich stelle fest, dass sich die Kinder überhaupt nicht an dem Regen stören. Sie kennen es ja nicht anders. Für sie ist es normal. Und wenn sie nachmittags in den Regenpausen herumtollen, ist der einzige Unterschied zu trockenen Tagen, dass die Kleidung matschig und nass wird, aber die Fröhlichkeit ist die gleiche.

Mittwoch, 29.08. 2012
Heute morgen ist die Gelegenheit, mal auf einen Schnack bei den Mädels in der Küche vorbei zu schauen. Ich lasse es heute morgen etwas langsamer angehen und mache mich erst gegen 08:15 Uhr auf den Weg ins Office. Die Kinder sind im Unterricht und in der Küche bereiten LING , NING und FON   schon das Mittagessen vor.  
links ist NING und rechts LING
Die Ladies sind immer fröhlich und gut gelaunt, egal zu welcher Zeit ich vorbei komme. Ich höre sie manchmal schon von weitem lachen. Die Chefin ist eine junge Frau mit Namen JUM, sie hat sicher ein paar Tage frei, denn ich habe sie länger nicht gesehen. Sie versuchen immer die paar Worte Englisch zu sprechen, die sie können, wenn ich da bin. Sie bemühen sich unglaublich um mich und ich würde so gerne so richtig mit ihnen ratschen. aber leider ist die Sprache so was von schwer, dass meine Sprachkenntnisse nicht über ein paar einzelne Worte hinaus gehen werden.  

Aber in Thailand gibt es eine Möglichkeit, sich zu verständigen, die keinen Ponds und auch keinen Langenscheidt braucht:   Das LÄCHELN und das LACHEN.
Die Fotos von FON  sind leider zu dunkel geworden.

Was gibt es denn heute zu Mittag???
Frisches Gemüse  wird geschnipselt und die Suppe kocht auch schon in einer riesigen Wok-Pfanne. Es duftet herrlich. Ich bin ja ein richtiger Suppenkaspar und kann mich in Suppe reinlegen, wie man  bei uns so schön sagt.